Olympiastadion Berlin - Runderneuerung

Gleichzeitig Planen, Bauen und Nutzen an einem Objekt, das stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.

Das Berliner Olympiastadion als geschichtsträchtige Sportstätte wird mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 so umgebaut, dass Denkmalschutz und die Anforderungen an eine hochmoderne Sportarena im Einklang stehen. Gleichzeitig soll die Nutzung des Stadions während des Umbaus möglichst wenig beeinträchtigt werden. Dies erfordert einen besonders sensiblen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und eine erstklassige professionelle Planung. Die Integration neuer leistungsfähiger Tragkonstruktionen in den Bestand stellt für die Planung eine besondere Herausforderung dar.

Die Anfänge und das Ziel
Auf dem Gelände des heutigen Olympiastadions wurde von 1907 bis 1909 die Pferderennbahn Grunewald nach einem Entwurf des Architekten Otto March gebaut.
Anlässlich der Olympischen Spiele 1916, die in Berlin stattfinden sollten, entstand von 1912-13 im Innenbereich der Rennbahn das sogenannte "Deutsche Stadion", das damals "größte Stadion der Welt" durch Otto March. Wegen des 1. Weltkrieges fanden die Olympischen Spiele nicht statt. 1927-1929 entstand das so genannte "Sport-Forum" mit den umgebenden Anlagen als "Hochschule für Leibesübungen" nördlich des Stadions.

1934 erfolgte der zweite große Umbau der Sportstätte zum Reichssportfeld durch Werner March für die Olympischen Spiele 1936.

Hierbei wurde

Mit der Bewerbung Berlins um die Olympischen Spiele 2000 begann 1993 das Nachdenken über die Zukunft des maroden und nicht mehr zeitgemäßen Stadions. Diese Überlegungen führten 1998 zum Beschluss des Berliner Senats für eine denkmalgerechte Sanierung nach Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner. Der Startschuss für den Umbau durch die WALTER BAU-AG fiel am 3. Juli 2000 im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder, dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen und Stadtentwicklungssenator Peter Strieder.

Die Projektleitung WALTER BAU-AG sowie das Team des Generalplaners ARCADIS (Ausführungsplanung) sind während des derzeitigen Stadionumbaus in den Räumen des Sportforums ansässig.

Die Modernisierungsarbeiten werden am 31. Dezember 2004 nach insgesamt etwa vier Jahren Bauzeit abgeschlossen sein und rund 242 Mio. EUR gekostet haben. Geplant ist ein multifunktionales Stadion mit rund 76.000 überdachten Sitzplätzen, 98 Logen, 15 sogenannten Sky-Boxen, rund 4.000 komfortablen "Business-Seats" und rund 650 Tiefgaragen-Plätzen. Der Umbau des Stadions erfolgt während des laufenden Betriebes. Während der Umbauzeit soll ständig eine Zuschauer-Mindestkapazität von 55.000 Sitzplätzen für Bundesligaspiele und 70.000 Sitzplätzen für DFB-Pokalendspiele gewährleistet sein.

Die Planung im Detail
Das Stadion wurde in 4 Modellbereiche eingeteilt, von denen jeder eine bestimmte Anzahl Sektoren enthält, insgesamt 20 Stück. Jeder Sektor entspricht einem DIN A0-Plan im Maßstab 1:50. Die Arbeiten in den sogenannten Sektoren werden in mehreren Planungsstufen durchgeführt, die einzeln abgeschlossen werden.
Dies setzt eine ausgeklügelte integrierte Planung und eine reibungslose Abwicklung voraus. Jede Winkelstufe, jeder Sitzplatz wurde genau geplant und gezeichnet. Mit Hilfe von PALLADIO konnte der hohe Anspruch, der bei diesem Bauvorhaben bestand, voll erfüllt werden.

Nutzung
Der Betrieb des Olympiastadion wird durch die WALTER BAU-AG , das Land Berlin und HERTHA BSC erfolgen. Die WALTER BAU-AG ist Konzessionär. Fertigstellung und Übergabe an die Betreibergesellschaft sollen im Jahr 2004 stattfinden. Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahre 2006 wird voraussichtlich bereits in der modernisierten Arena ausgetragen werden. Des Weiteren finden andere Sportveranstaltungen, z. B. Leichtathletik, und Konzerte mit den Giganten aus Rock, Pop und Klassik in dem modernisierten Stadion statt.

Projekt-Beteiligte:

Bauherr:
das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Architekten (Entwurfs- und Genehmigungplanung, Leitdetails):
Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Seit 35 Jahren planen die Architekten weltweit mit den Schwerpunkten Verkehr und Infrastruktur (Flughäfen und Bahnhöfe), Messen, Büro- und Verwaltungsbauten, öffentliche Gebäude (Museen, Theater, Konzert-Hallen) und Sportstätten (Waldstadion Frankfurt/M, Stadion Köln Müngersdorf, Olympiastadion Berlin). Die Entwurfs-, Genehmigungs- und Leitdetailplanung wurde von der gmp´p Planungsgemeinschaft Olympiastadion Berlin als Generalplaner erstellt.

Tragwerksplaner (Entwurfs- und Genehmigungsplanung):
das Ingenieurbüro Krebs und Kiefer. Das Ingenieurbüro leistet Gesamtplanung, Objektplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen, Prüfung im Auftrag der Bauaufsichtsbehörden und der öffentlichen Hand, Bauüberwachung, Sicherheits- und Gesundheitskoordination, Vermessung, Beratung, Begutachtung, Sanierung, Projektsteuerung und, wie beim Berliner Olympiastadion, die Tragwerksplanung.

Projektsteuerung und Ausführung:

WALTER BAU-AG

Der Umfang der angebotenen Leistungen erstreckt sich vom konventionellen Hoch- und Industriebau,dem Ingenieurtief- und Spezialtiefbau, dem Brückenbau, dem Straßenbau, dem Fertigteilbau, dem Schlüsselfertigbau bis hin zum Bauträger und dem Projektentwicklungsgeschäft. Die WALTER BAU-AG tritt beim Umbau des Berliner Olympiastadions u. a. als Generalübernehmer, in der Projektplanung und der Ausführung/Vergabe auf. Im Projektteam arbeiten vor Ort ca. 150 Mitarbeiter, von denen die Qualität der Leistungen und die geforderten Termine sichergestellt werden. Poliere, Arbeitsvorbereiter, Baustellenlogistiker, Bauleiter, Projektleiter, Innendienst, Einkauf, Planungskoordination, kaufmännische Verwaltung und die Geschäftsleitung arbeiten für den Erfolg.
Mit der Generalplanung für das Berliner Olympiastadion wurde die Planungsgemeinschaft ARCADIS Olympiastadion durch die WALTER BAU-AG beauftragt.

Generalplanung (Ausführungsplanung):

Die Planungsgemeinschaft ARCADIS Olympiastadion.ARCADIS ist einer der führenden internationalen Anbieter von Consulting- und Managementdienstleistungen mit Arbeitsschwerpunkten in den Bereichen Infrastruktur, Bauwerke, Umwelt und Telekommunikation. Bei seinen Projekten strebt das Unternehmen integrierte Lösungen an, die einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Lebens- und Arbeitswelt liefern. Das Leistungsbild in der Generalplanung umfasst insbesondere folgende Bereiche: die Ausführungs- und Detailplanung der Architektur, das Erstellen der Schal- und Bewehrungspläne der Tragwerksplanung, die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung, Planungen der Beton- und Natursteinsanierung, Planungen der Verkehrs- und Freianlagen sowie zahlreiche Sonderplanungen für Gastronomie, Brandschutz, Bauphysik, Bauakustik etc. Partner für die Soft- und Hardware bei der Ausführungsplanung:die acadGraph CADstudio GmbH.Die acadGraph GmbH entwickelt und vertreibt seit 1985 praxisorientierte und durchgängige Software-Lösungen für den Bereich Bauen, Planen, Nutzen auf Basis AutoCAD oder Architectural Desktop der Autodesk GmbH.Herausragendes Produkt der acadGraph GmbH ist PALLADIO, das bauteilorientiert den Entwurf und die Planung in 3D sowie insbesondere die Ausführungs- und Detailpläne in 2D mit seiner Leistungsfähigkeit unterstützt.   

 

 

 

 

 

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