Ahaus – Eine Stadt zeigt es allen

Mitten in der westmünsterländischen Parklandschaft, ganz in der Nähe der holländischen Grenze, befindet sich Ahaus, ein beschauliches 38.000- Seelen-Städtchen. Wer allerdings glaubt, er befände sich in einem verschlafenen Nest, der irrt. Denn im Bereich der kommunalen Finanzreform hat Ahaus die Nase vorn. Nicht zuletzt dank acadGraph und Autodesk.

„NKF", raunen sich seit drei Jahren Mitarbeiter der kommunalen Verwaltungen in Deutschland zu. Nicht ohne eine gewisse Sorge in der Stimme. Was klingt wie eine amerikanische Sportliga, ist nämlich eine große Herausforderung für das Finanzwesen deutscher Kommunen: Neues Kommunales Finanzmanagement bedeutet das Akronym. Auf Deutsch: Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen sollen durch eine grundlegende Reform des Haushalts- und Rechnungswesens gesteigert werden. Ein neues kommunales Haushaltsrecht soll Reformelemente wie z. B. die dezentrale Ressourcenverantwortung und eine ergebnisorientierte Verwaltungssteuerung unterstützen. Das Ziel: besseres Haushalten, mehr Transparenz in der Verwaltung und mehr Bürgernähe. Letztlich kann eine Stadt nur so zum attraktiven Wirtschaftsstandort werden. Die Stadt Ahaus hat in einem sechsmonatigen Pilotprojekt die optimale Vorgehensweise zur Erfassung der Liegenschaften und des Infrastrukturvermögens festgelegt.

Vom Verwaltungsapparat zum „Konzern Kommune"

Damit jedes Amt – nicht nur im Baudezernat, sondern auch z. B. im Ordnungsamt oder im Bereich Gebühren und Beiträge – jederzeit Geodaten einsehen kann, arbeitet die Stadt Ahaus schon seit 2003 mit Autodesk MapGuide®. Die Software gewährleistet hochmoderne Technologie für die Erstellung von Karten und deren rasche Bereitstellung bei den Anwendern. Mit der Einführung des zentralen Auskunftssystems MapGuide wurde ein schneller, einfacher Zugriff auf Geodaten von allen Arbeitsplätzen aus möglich. „Die Einsichtnahme der Bebauungspläne kann jetzt an den Arbeitsplätzen vor Ort erfolgen – und ist somit deutlich schneller und bürgerfreundlicher", meint Philipp Hänsel vom Stadtplanungsamt. Grafiken, Karten, Luftbilder, Kanaldaten – alles kann visualisiert werden.
Gefreut haben sich die Anwender der Stadt über die Benutzerfreundlichkeit der Software. Sie war innerhalb von fünf Minuten installiert und die Einweisung der Mitarbeiter hat nicht mehr als zehn Minuten gedauert. Eine deutliche Kosten und Zeitersparnis. „Insofern war Autodesk MapGuide für Ahaus die optimale Grundlage für eine Weiterentwicklung zum kommunalen Geoinformationssystem auf Basis des Geodatenservers Topobase", so Rupert Laukemper von der acadGraph CADstudio GmbH, dem betreuenden Autodesk Partner. Eine detailliertere Schilderung der Vorteile und Funktionsweisen von Topobase erfahren Sie online im Autodesk Portal. Der Geodatenserver Topobase erwies sich überhaupt als ein äußerst flexibles System. Auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen: Denn er ermöglicht, einfach und schnell die verschiedensten Bereiche zu integrieren und somit prompt auf neue Auflagen und Gesetze zu reagieren.

Facility Management – eine Zunft mit Zukunft

So ist nicht nur die Erfassung von Landschaftsdaten für eine Stadtverwaltung wichtig: Ein Großteil des Anlagevermögens besteht aus den Immobilien, Anlagen und Einrichtungen einer Gemeinde. Die generieren allerdings auch Kosten. Priorität ist deswegen eine sinnvolle Verwaltung, Bewirtschaftung und Instandhaltung derselben. Kurz: ein effizientes Facility Management. Dazu gehören Wartung, Reinigung, Ver- und Entsorgung sowie Flächen- und Unterbringungsmanagement. Wenn man bedenkt, dass die Nutzungskosten eines Gebäudes oft schon nach sieben bis zehn Jahren die Höhe der Errichtungskosten übersteigen, dann wird klar, wie brisant das Thema ist. Für die realistische Erfassung und Darstellung von Gebäudeobjekten benutzt die Gemeinde AutoCAD Architecture sowie G-Info. Nach Abschluss aller Erfassungs arbeiten besteht zudem die Möglichkeit, im Autodesk MapGuide die Geodaten aus Topobase mit den Gebäudedaten aus G-Info zu verknüpfen. So kann über eine einheitliche Oberfläche auf die Daten zugegriffen werden. Andrea Enning vom Amt für Immobilienwirtschaft ist überzeugt von der neuen Software: „Durch AutoCAD Architecture ist die Flächenerfassung unkomplizierter und dadurch schneller", sagt sie. Im ersten Schritt erfolgte die Aufnahme der grafischen Daten in den einzelnen Gebäuden. Die Daten wurden mit einem Laser-Messgerät an einen PDA mit einer kleinen Grafiksoftware übertragen. Danach wurden sie mit AutoCAD Architecture weiterbearbeitet. Im zweiten Schritt erfolgte die Erfassung der analogen Daten mit G-Info auf einem Notebook. Dann wurden in G-Info die analogen mit den grafischen Daten verknüpft. So konnten die Vermögenswerte ermittelt werden. Im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements sind diese Informationen natürlich von größter Relevanz. Bis 2009 soll im Land NRW das NKF flächendeckend eingeführt sein.

Eingesetzte Software bei der Stadt Ahaus:

 

 

 

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