acadGraph TB-Straßenmanagement + NKF/NKR
Mit der acadGraph Fachschale TB-Straßenmanagement + NKF/NKR können Kommunen ihre Straßenflächen betriebswirtschaftlich erfassen, verwalten und bilanzieren. Damit ist u.a. die Wertermittlung des vorhandenen Straßenbestandes im Rahmen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements möglich.
Leistungsumfang:
- Straßendatenbank zur Verwaltung, Erfassung und Präsentation des Straßennetzes und der Straßenflächen sowie weiterer relevanter Objekte, wie Kanaldeckel, EVU Punkte, Bäume, Verkehrsschilder und anderes Straßenmobiliar.
- Vermögensbewertung aufgrund von Materialkosten und Abschreibung
- Vermögensbewertung aufgrund des Straßenzustands
- Verwendung von frei erweiterbaren Kennungslisten für Materialarten, Randbefestigungen, .... mit Angabe von Preis und Abschreibungszeitraum
- Verwendung von frei erweiterbaren Kennungslisten für die Erfassung des Straßenzustands mit Gewichtung(Faktor)
- Zustandsbewertung
- Berechnung der NKF Daten(Zeitwert, ...)
- Berechnung des wirklichen Abschreibungsjahres aufgrund der Zustandsbewertung.
- Darstellung der Straßen in Themenplänen, z.B. nach Funktion, Material, Winterdienst, ....
- Zugriff auf die Sachdaten aus dem Lageplan heraus (Autodesk Map) und umgekehrt Markierung der Flächen aus der Sachdatenbearbeitung.
- Paralleler Einsatz eines Flächen und/oder Linienmodells möglich.
- Einsatz des Linienmodells für schnelle Datenermittlung gerade im ländlichen Raum mit Abschlagslängen für Kreuzungsbereiche
Betriebswirtschaftliches Straßenmanagement mit Topobase™
Mit der Fachschale TB-Straßenmanagement + NKF/NKR werden die Daten im zentralen Geodatenserver Topobase™ erfasst und gepflegt und können über das Internet oder Intranet allen betroffenen Stellen tagesaktuell zur Verfügung gestellt werden. Die in der Straßendatenbank vorgehaltenen Informationen können in thematischen Karten aufbereitet und anschaulich präsentiert werden. Das Geoinformationssystem bildet so die Grundlage für eine verwaltungsinterne Kommunikation. Die Straßen sind in Straßenabschnitte mit Widmungsinformationen nach den Landes Straßengesetzen gegliedert. Zu jedem Straßenabschnitt können Straßenflächen, Borde und Rinnen sowie Punktinformationen des Straßenmobiliar (EVU-Punkte, Bäume, Verkehrsschilder, Kanaldeckel, etc.) zugeordnet werden. Zu jedem Straßenabschnitt können die Ergebnisse von Kontrollgängen und Informationen zu Aufbrüchen hinterlegt werden. Diese fließen mit ein in die automatische Berechnung des Zeitwerts für die Eröffnungsbilanz für das neue Kommunale Finanzmanagement (NKF). Der Zeitwert errechnet sich aus Straßenzustand und Baujahr, Wiederbeschaffungswert, dem Abschreibungszeitraum und der Fläche, die automatisch aus dem GIS ermittelt wird. Die Einzelwerte werden aggregiert und den jeweiligen Straßenabschnitten zugeordnet. Zur Unterstützung des Controllings werden aktuelle Zeitwerte sowie der Zeitwert in + 5 Jahren gesondert ausgewiesen. Ebenfalls wird das Jahr der vollständigen Abschreibung des Straßenabschnittes errechnet und in den Datenblättern angezeigt. Das gesamte Berechnungsverfahren für die Ermittlung der Werte für das NKF kann auf zwei grundsätzlichen Datenmodellen beruhen. Detaillierter ist dabei das oben bereits beschriebene Flächenmodell. Alternativ dazu können z.B. Wirtschaftswege im Außenbereich über ein Linienmodell berechnet werden. Hierbei werden wie beim Flächenmodell zunächst Straßenabschnitte erfasst. Diesen Straßenabschnitten werden dann in einer 1:N – Beziehung Regelquerschnitte festgelegt. Für jeden Querschnitt wird über die gewohnten Kennungslisten ein Belag mit entsprechenden Wiederbeschaffungskosten, das Baujahr (falls bekannt) sowie der Zustand erfasst. Die Berechnung der NKF-relevanten Werte erfolgt nun aus der Abschnittslänge im Verhältnis zu den Querschnittsbreiten. Dieses Verfahren ermöglicht eine schnellere Erfassung großer Gebiete wenn Erfassungskosten minimiert werden sollen. Um Überschneidungen an Kontenpunkten und damit eine überlagernde Berechnung zu verhindern, können im Linienmodell Abschlagswerte eingegeben werden. Das System kann bei der Berechnung der NKF-Werte mit beiden Berechnungsmodellen gleichzeitig arbeiten. D.h. im Innenstadtbereich kann das detailliertere Flächenmodell und im Außenbereich das Linienmodell zum Einsatz kommen.
Zum Thema NKF
Neues Kommunales Finanzmanagement: Hinter diesem nüchternen Begriff verbirgt sich die wohl bedeutendste Veränderung der letzten Jahrzehnte im kommunalen Finanz- und Rechnungswesen. Wenn eine neue Straße gebaut wird, so tauchen die Bauausgaben in der Kameralistik während der Bauphase auf der Ausgabenseite auf. Nach der Fertigstellung der Straße ist der Fall dann „erledigt"; eine Betrachtung des Wertverlustes oder der Folgekosten verlangt das bisherige Rechnungswesen nicht. Mit dem heutigen System der Kameralistik wurde also der Wertverfall öffentlicher Güter und somit Abschreibungen als laufender Aufwand nicht erfasst. Das neue System sorgt durch Mittelfristplanungen und Rückstellungen für mehr Haushaltsstabilität und liefert wichtige Informationen für finanzielle Entscheidungen.
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