Der Freistaat Sachsen senkt seine Unterhaltskosten

Coole Technik

Der Freistaat Sachsen senkt seine Unterhaltskosten, und die Bauconzept Ingenieure + Architekten GmbH trägt dank AutoCAD MEP dazu bei.

Die TU Bergakademie Freiberg braucht für ihre wissenschaftlichen Institute und Labors viel Kälte. Eine neue Kältezentrale wird die bisherigen individuellen Anlagen ablösen. Geplant wurde die Zentrale mit AutoCAD MEP, weil diese Software sich in der Zusammenarbeit mit anderen Projektbeteiligten bestens bewährt hat.

Der SIB schaltete die Bauconzept Ingenieure + Architekten GmbH in Dresden ein. Das 2007 gegründete Unternehmen erbringt Leistungen in Stadtplanung, Architektur, Innenarchitektur, Ingenieurbau, Tragwerksplanung und – was für dieses Projekt entscheidend ist – in technischer Gebäudeausrüstung (TGA). Das Büro entwickelte eine nachhaltige Idee: Die energetische Versorgung räumlich naher Objekte soll über eine zentrale Kälteversorgung sichergestellt werden.

Neue Software fürs Großprojekt

Die Planung dieser Anlage war für Projektleiter André Beckert eine kleine Herausforderung: Die Abteilung TGA hatte sich kurz zuvor für eine neue Software entschieden: AutoCAD MEP. „Wir haben unser altes System abgelöst, weil wir unbedingt die Performance steigern mussten“, erklärt Beckert. „Besonders wenn es um die Zusammenarbeit mit Dritten geht, müssen die Abläufe einfach sein.“ Dass alle anderen Abteilungen im Haus weiterhin Software von Nemetschek nutzen, war kein Problem. Ein wichtiger Vorteil von AutoCAD MEP sind die externen Referenzen. „Bei einem anderen Großprojekt mit 250 Plänen dauerte eine manuelle Aktualisierung drei Tage – bei erhöhter Fehlerwahrscheinlichkeit. Mit externen Referenzen ist das Aktualisieren allein durch das Abspeichern der geänderten Version an der richtigen Stelle erledigt“, erklärt Beckert. Auch die Bestimmung des Koordinatensystems, also des Einfügepunkts in einer Zeichnung, ist bei einer Lösung auf AutoCAD-Basis einfacher. Man habe früher sehr bewusst arbeiten müssen, und das sei der Produktivität nicht eben zuträglich gewesen.

Versuch und Irrtum

Büro-intern waren die Regeln für den Planaufbau definiert worden, so dass Allplan-Architekturpläne ganz leicht als DWG in AutoCAD MEP eingelesen werden konnten. Eine Schulung – wozu? André Beckert und seine Kollegen fühlen sich mit ihrer bis zu 20jährigen AutoCAD-Erfahrung sicher. Bei der TGA-Applikation MEP wollten sie nach dem Prinzip Versuch und Irrtum vorgehen. „Lieber gezielt fragen und sonst selbst ausprobieren“, schmunzelt André Beckert. Gezielt zu fragen war leicht, denn die Betreuung durch die Weimarer Geschäftsstelle von MuM acadgraph ist ausgezeichnet – schließlich verfügt der zuständige Mitarbeiter Matthias Koch über mehr als 20 Jahre Erfahrung. Wichtig war, dass die Chemie zwischen Systemhaus und Ingenieurbüro stimmte: „Wir haben uns für den Anbieter entschieden, bei dem wir uns besser aufgehoben fühlten.“ Tatsächlich erreichte das Team nach kurzer Einarbeitungszeit eine deutliche Produktivitätssteigerung.

Eine Insel mit zwei Türmen

Die neue Kälteinsel 2 mit einer Gesamtleistung von ca. 2.500 kW wird im Endausbauzustand circa zehn Gebäude mit mehreren Verbrauchern über erdverlegte Trassen versorgen. Herzstück ist die Zentrale mit zwei Kältemaschinen und einem 1000-m

Ziel erreicht

Dem Baubeginn im August 2013 war – mit Unterbrechungen – eine rund 19-monatige Planungszeit vorausgegangen. In dieser Zeit haben auch externe Partner am Projekt mitgearbeitet. Datenbasis waren die DWGs aus AutoCAD MEP. Dass alles funktioniert hat, überrascht André Beckert nicht. Er stuft die Produktivität auf einer Skala von eins bis zehn im Moment bei sieben ein – das ist gut. Zur „zehn“ fehlen vor allem umfangreichere Bauteilkataloge. Die mitgelieferten Formteile genügten nur niedrigen Ansprüchen, und das Generieren eigener Datensätze sei möglich, aber nicht einfach. Andere Vorzüge machen das wett: Da ist zum einen das Arbeiten in 3D. Man sieht sofort, ob eine Installation passt oder nicht. Gerade wenn es enger zugeht, ist das entscheidend. Dazu kommen die Analysefunktionen, die z. B. Bauteillisten erzeugen. Ob Anzahl Flansche und Klappen oder Rohrleitungsmeter – wer korrekt zeichnet, verschätzt sich nie mehr. Last but not least überzeugen die Schnitte, die man überall generieren lassen kann, komfortabel und farbtreu. Kurz: Für die Bauconzept Ingenieure + Architekten GmbH war der Umstieg auf AutoCAD MEP zu hundert Prozent der richtige Schritt. Und die TU Bergakademie Freiberg wird ihrem Ziel der Nachhaltigkeit in Zukunft noch ein Stück näher kommen.

3-Speicher. Bei Bedarf kann eine weitere Maschine eingebaut werden. Auf dem Dach werden zur Rückkühlung zwei Kühltürme (Endausbau vier) installiert. Parallel dazu wird für den Freikühlbetrieb ein Plattenwärmeübertrager eingebaut.An der TU Bergakademie Freiberg forschen und lernen Menschen in den Disziplinen Mathematik/Informatik, Natur-, Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften; interdisziplinär liegen die Schwerpunkte auf den Profillinien Geo, Material, Energie und Umwelt. „Das Ressourcenprofil richtet die wissenschaftliche Lehre und Forschung im Bereich der nachhaltigen Stoff- und Energiewirtschaft entlang der Rohstoff-Wertschöpfungskette aus“, sagt die Webseite. Für diese Aufgaben ist auch Klima- und Prozesskälte nötig – doch die heutigen Klimaanlagen in jedem einzelnen Gebäude sind alles andere als nachhaltig. Das stellte der Gebäudebewirtschafter SIB, Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, fest. Die Kälteanlagen sind für Spitzenlasten ausgelegt, die aber nur punktuell benötigt werden. Oft laufen die Anlagen, wenn überhaupt, nur auf geringer Stufe. Viele produzieren selbst im Minimalbetrieb mehr Kälte, als benötigt wird.

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